Künstliche Intelligenz in der medizinischen Versorgung

Die heute verfügbare Menge an medizinischen Daten verdoppelt sich alle fünf Jahre. Studien zufolge sind circa 30 Prozent der weltweit verfügbaren Daten Gesundheitsdaten. Diese rasante Entwicklung ebnet einen weiteren bisher noch nicht vorhandenen Weg – einer informationsgetriebenen Gesundheitsvorsorge.

 

Dabei beantworten wir nicht mehr nur:

  • Descriptive Analyse – Was ist passiert? oder
  • Diagnostic Analytics – Warum ist es passiert?
  • sondern auch immer mehr
  • Predective Analytics – Was wird passieren? bis hin zu
  • Prescriptive Anaytics – Wie können wir handeln, damit es (nicht) passiert?

Auf Grundlage vorhandener Parameter können mit einem riesen Datenpool auch alle zukünftigen Risiken und Folgen einer Entscheidung mit berücksichtigt werden, um aus dieser Bandbreite zukünftiger Ergebnisse das Beste auszuwählen und damit die optimale Lösung  für die Gegenwart zu finden. Man kann feststellen, dass die künstliche Intelligenz in der Gesundheitsversorgung an „Fahrt“ gewinnt und uns heute noch nicht vorstellbare Ergebnisse in der Zukunft liefern wird.

 

PRAXIS: Bereits heute setzen Onkologen im „Memorial Sloan Kettering Cancer Center New York“ das künstliche Intelligenz-Computersystem „Watson“ von IBM ein, um Diagnosen für Krebsbehandlungen zu stellen. Dazu wird die Software mit über 100 Millionen Sätzen über Symptome, Krankheitsgeschichten und ärztlichen Bemerkungen aus Unterlagen von 200.000 Patienten gefüttert. Aus diesen Millionen Sätzen entwickelt die künstliche Intelligenz 10.000 Cluster mittels Mustererkennung, vergleicht diese Information mit den individuellen Symptomen des Patienten und entwickelt daraus eine Behandlungsmethode. Schon im April 2015 gründete IBM den Geschäftsbereich „Watson Health“.