Bezahlter gesunder Lebenswandel – gibt es das?

Bezahlter gesunder Lebenswandel – gibt es das? Ja, der Krankenversicherer Oscar mit Sitz in New York sammelt die Daten seiner Kunden durch Fitness-Armbänder und Smartwatches und zahlt Prämien für einen gesunden Lebenswandel. Wer kommt auf solch eine Idee?

 

Der Deutsche Mario Schlösser, der ein Start-up in den USA gründete. Sein Unternehmen „Hioscar“ gilt heute als große Tech-Hoffnung im Versicherungsmarkt und hat einen geschätzten Marktwert von 1,75 Milliarden US-Dollar. Irgendwie sind andere entspannter mit ihren Gesundheitsdaten und halten sich nicht bei der Endlos-Diskussion der digitalen Gesundheitskarte und dem Datenschutz auf.

 

Ein Forschungsergebnis aus der Universität in Pennsylvania zeigte, dass Health-Tracker allein nicht mehr als Motivation für eine gesunde Verhaltensveränderung garantieren. Laut der Studie wird geschätzt, dass ein Drittel bis die Hälfte der Menschen nach spätestens sechs Monaten die Nutzung der Fitness-Trackings wieder aufgibt. Health-Tracker können also nur ein Baustein von Maßnahmen sein, mit denen Menschen zu einem als gesund erachteten Verhalten angeleitet werden.

 

FAZIT: Auch hier ein weiteres Beispiel, dass digitale Komponenten wie Health-Tracker allein, nicht dauerhaft Nachhaltigkeit entfalten oder eine Verankerung in der Gesundheitsbegleitung oder –versorgung finden. Es bedarf mehr! Die digitalen Möglichkeiten müssen Verankerungen in soziokulturellen Wertschöpfungsketten finden, die durch bedarfsorientierte intelligente Vernetzungen hergestellt werden können.